Etwas ausprobieren – Leerstände beleben

Grüne besuchen Zwischenzeitzentrale in Bremen

David Hasselhoff war nicht da. Das war für unseren Landrat Jürgen Müller und uns auch nicht überraschend, als wir das Bay-Watch an der Weser besucht haben. Denn dieses Gelände in einem der raueren Gegenden Bremens ist nicht die ideale Kulisse für eine Hochglanzserie.

Es ist ein freier Raum für Kunst, der hier im Industriegebiet gewachsen ist. Mit schiefen Häusern, die mehr Kunstwerk als Gebäude sind. Hier finden Ausstellungen und Parties statt. Kreative haben ein Zuhause gefunden. Das Bay-Watch war mit Sicherheit das ungewöhnlichste Projekt auf dem Programm der Bremenfahrt des grünen Stadtverbandes.

Ermöglicht wurde es durch die Zwischenzeitzentrale. Deren Arbeit stand im Mittelpunkt der grünen Fahrt in die Hansestadt vom vergangenen Wochenende. An deren Beginn haben Daniel Schnier und Oliver Hasemann eine umfassende Einführung in ihre Maßnahmen gegen Leerstand geliefert.

Empfangen haben sie uns im Wurst Case, einer ehemaligen Wurstfabrik. Es ist nicht nur der aktuelle Sitz der Zwischenzeitzentrale. Wurst Case beherbergt auch eine ganze Reihe von kleinen Unternehmen und Vereinen und ist so ein perfektes Beispiel für die Stärke des Konzeptes der Zwischennutzung.

Besuch der Zwischenzeitzentrale in Bremen

Da werden ehemalige Büroräume von Menschen bevölkert, die Puppen oder Taschen herstellen und verkaufen. In anderen Räumen sind gemeinnützige Vereine oder Künstlerinnen und Künstler eingezogen. Menschen können ohne großes Risiko etwas beginnen und sich ausprobieren. Leerstände werden mit neuem Leben gefüllt. Auch die anderen besuchten ehemaligen Leerstände in der Bremer Innenstadt wurden nach dem selben Prinzip wiederbelebt.

Wahrscheinlich wird es einen Ort wie das Bay-Watch nie im Kreis Herford geben. Das Prinzip lässt sich aber bestimmt auch hier umsetzen. Die Stärke der Zwischenzeitzentrale ist, dass sie eine Anlaufstelle für diejenigen sein kann, die einfach mal etwas starten wollen.

Auch bürokratische Hürden und Skepsis der Immobilieneigentümer werden durch die Zwischenzeitzentrale reduziert. Wir sind sehr zufrieden und angeregt aus Bremen zurückgekehrt. In den nächsten Monaten geht die Diskussion darüber weiter, wie auch bei uns vor Ort Leerstände belebt werden können. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir da offene Ohren stoßen. Dass Jürgen Müller dabei war und diese Exkursion so aufgeschlossen mit uns unternommen hat, war uns eine Freude.

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